BAUDIREKTOR

Sowohl Verpflichtung als auch Chance

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St. Ingbert wird sich mit der Neuen Baumwollspinnerei als Kulturstadt wesentlich schärfer profilieren.
Martin Ruck
Baudirektor und Stadtplaner

Unsere Vorfahren haben hier gearbeitet, nun wird der Faden wieder aufgenommen: Ein Baudenkmal wie die Baumwollspinnerei ist auch ein Erinnerungsort. Erinnerung schafft Vertrautheit, wer mit seiner Umgebung vertraut ist und sich mit ihr identifiziert, ist in der Regel auch eher bereit sich für die Gemeinschaft zu engagieren.


Reden wir vom Geld. Und machen wir uns nichts vor: durch den demografischen Wandel werden die Kommunen zukünftig immer weniger Einnahmen verzeichnen. Wesentliche Kulturelle Angebote der Stadt an einem zentralen Ort zu bündeln, macht also auch rechnerisch Sinn, so bleiben Kultur und Bildung fortan bezahlbar, gleichzeitig verdichtet sich das Profil von Sankt Ingbert als Kulturstadt.


Die Neue Baumwollspinnerei ist ein exzellentes Beispiel für Work-in-Progress im besten Sinne: War anfangs geplant, lediglich dem Albert-Weisgerber-Museum in den Räumen der Neuen Baumwollspinnerei eine neue Heimat zu verschaffen, so entdeckte man im Laufe der Entwicklung zusehends neue Chancen und Potentiale durch eine erweiterte Nutzung. Doch auch wenn mehr Nutzer auf lange Sicht gesehen die anteiligen Kosten verringern, braucht es erst mal höhere Investitionen. Das machte zusätzliche Förderquellen nötig. Die wurden erfolgreich erschlossen. Das hat wiederum Zeit gebraucht. Die Planung musste jeweils wieder an neue Entwicklung angepasst und verändert werden.

Diese Planung ist nun abgeschlossen: Es geht los.